Das Aufholen des Segels ist eines der wichtigen Grundmanöver, das jeder Windsurfer beherrschen muss, denn immerhin geht es hierbei darum, das Segel wieder aus dem Wasser zu holen – erst dann kann wieder gesurft werden. Für Anfänger ist das Segelaufholen jedoch nicht einfach. Vor allem Wellen und starker Wind machen häufig einen Strich durch die Rechnung. Wer jedoch fleißig übt, schafft es auch bei schwierigen Bedingungen.

Der grundsätzliche Ablauf des Segeleinholens ist relativ einfach erklärt. Allerdings braucht es ein wenig Fingerspitzengefühl, um ihn von Anfang bis Ende durchzuziehen. Wer also auf dem Board steht und das Segel einholen will, sollte sicherstellen, dass die Grundvoraussetzungen stimmen:

  • Board und Segel in T-Stellung bringen – das Segel zeigt im 90-Grad-Winkel vom Board weg.
  • Das Segel befindet sich in Lee.
  • Die Füße stehen links und rechts vom Mastfuß.

Ist auch nur einer dieser Punkte nicht korrekt, funktioniert auch das Segelaufholen nicht.

Was ist, wenn das Segel falsch liegt?

Wenn das Segel falsch liegt, klappt das Segel aufholen nicht – in flachen Wasser kann das Segel einfach per Hand auf die richtige Seite gedreht werden. Ist das Wasser für diesen Handgriff zu tief, muss das Segel leicht aus dem Wasser gehoben werden, damit der Wind Segel und Board in die richtige Richtung dreht – das kann je nach Windverhältnissen ein wenig dauern, ist aber die einzige Möglichkeit die richtige Stellung einzunehmen.

Wie geht es nun beim Segel aufholen weiter?

Wenn der Surfer erst einmal die korrekte Grundstellung eingenommen hat, muss er das Rigg aufrichten. Das braucht ein kleines bisschen Kraft und Koordination. Die Knie werden gebeugt, um für einen besseren Stand zu sorgen, dann:

  • Mit beiden Händen kräftig an der der Startschot ziehen.
  • Nun richtet sich das Rigg langsam auf, während der Surfer seine Beine immer weiter durchstreckt.
  • Mithilfe der Startschot wird das Segel nun immer weiter aufgeholt, während das Wasser abtropfen kann.
  • Die vordere Hand wandert nun zum Mast und hält dort genau unterhalb der Gabel fest.

Und schon steht das Segel, das Board selbst dümpelt allerdings nur vor sich hin. Jetzt gilt es anzufahren, was wiederum eine Kunst für sich ist. Wie die richtige Anfahrtstechnik aussieht, haben wir in diesem Artikel beschrieben – auch hier ist die richtige Technik entscheidend, da der Surfer sonst schnell wieder im Wasser landet. Zumindest das Manöver Segel aufholen ist jedoch geschafft.