Kitesurfen erlebt in der Sportwelt einen richtigen Boom. Immer mehr wagemutige Surfer/-innen erkunden gespannt neue Gewässer und Herausforderungen. An denen fehlt es bei weitem nicht – erfahrene Kiter meistern mit ihren komplexen Manövern und ausgefeilten Techniken Wind und Wellen gleichermaßen. Dabei halten sich selbst Experten immer an einige wichtige Basics und Grundregeln, um den anspruchsvollen Sport auch voll und sicher auskosten zu können.

Für frisch gebackene Kiteanfänger sind Videos mit erklärenden Tutorials, wie sie beispielsweise der Kiteanbieter Core Kites auf seiner Firmenwebseite anbietet, sehr zu empfehlen. Vom korrekten Aufbau deiner Ausrüstung, bis über etwaige Reparationsmöglichkeiten und Bewegungsabläufe – alles wird dir klar verständlich und anschaulich erläutert. Bevor du dich also nach dem Kitekurs sofort mit deinem Drachen in Action stürzt, mach dir am besten zuerst noch einmal ein paar wichtige Grundelemente klarer, wie Wind(-richtung), Wetter, Gezeiten und die passenden Handzeichen dazu.

Der Wind

Fangen wir also mit dem Wind an – natürlich ein entscheidender Faktor, ohne den Kitesurfen gar nicht möglich wäre. Seine Kraft wird durch Windrichtung und Windstärke beeinflusst und leitet dich und deinen Kite damit unterschiedlich intensiv weiter. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Luv, der Wind zugewandten Seite, und Lee, der Wind abgewandten Seite. Luv ist also die Richtung, aus der der Wind kommt und Lee ist die Richtung, in die der Wind weht.

Das Wetter

So weit so gut – doch ebenso wichtig ist dabei das Wetter. Ausreichende Informationen über die aktuelle Wetterlage sind ein absolutes Muss! Dunklen Wolken, Regen, Gewittern und starken Böen solltest du lieber aus dem Weg gehen – nur so kannst du Gefahrensituationen vermeiden. Wettervorhersagen sind zwar nicht immer zu hundert Prozent zuverlässig, erhöhen aber deutlich deine Chancen auf eine bessere Orientierung.

Auf keinen Fall vergessen sollten wir außerdem die Windrichtung. Sie entscheidet, wohin du und dein Kite gezogen werdet und kann euch schnell in eine fatale Situation bringen. Besonders gefährlich sind ablandige Winde, bei denen du dein Glück lieber nicht versuchen solltest – sie können dich weit aufs offene Meer abtreiben lassen. Aber auch auflandige Winde sind nicht günstig, denn sie können dich gefährlich nahe an den Strand oder auf ein Hindernis ziehen.

Die Gezeiten spielen ebenfalls eine Rolle für deine Basics. Du solltest wissen, dass durch das auf-und ablaufende Wasser von Ebbe und Flut starke Strömungen entstehen können. Die können dir das Höhefahren ganz schön schwermachen und auch zu Relaunch führen. Ideal für Anfänger aber auch Aufsteiger ist daher das Kitesurfen an stehtiefen und gezeitenunabhängigen Kitespots.

Die Kommunikation

Last but not least, sind die richtigen Signale zwischen dir und deinen Mit-Kitern von essentieller Bedeutung. Korrekte Kommunikation erleichtert das Miteinander und ist unabdingbar. Wenn dein Starthelfer den Kite loslassen soll, gibst du ihm einfach ein schlichtes „Thumbs up!“ und schon kann`s losgehen.

Um den Start abzubrechen, genügt ein erhobener Zeigefinger und wenn du dir mit deiner flachen Hand mehrmals auf den Kopf tippst, bedeutet das für deinen Landhelfer am Strand, dass du deinen Kite gerne landen möchtest. Wird die Geste erwidert, kannst du beruhigt genau das tun.

Mit diesen Basics erleichtern wir dir hoffentlich ein wenig den Start in dein eigenes Kite-Abenteuer!