Je flacher das Wasser im Uferbereich ist, desto eher eignet sich der Beachstart. Besonders für Anfänger ist der Beachstart ideal, um auf das Board zu steigen. Allerdings gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten, denn einfach ist der Aufstieg aufs Brett auch hier nicht. Was es dabei zu bedenken gibt und welche Kriterien für den Erfolg entscheidend sind, erklären wir in diesem Artikel.

Der Beachstart im flachen Wasser ist die wohl einfachste Form, um auf das Windsurfing-Board zu steigen – zumindest im Vergleich zum Wasserstart. Damit der Ritt auf dem Wasser gleich funktioniert, sollten zwei Rahmenbedingungen eingehalten werden:

  1. Zum Üben sollte das Wasser mindestens knietief sein.
  2. Das Wasser geht maximal bis zur Hüfte des Surfers.

Die richtige Aufstiegsposition vor dem Lift auf das Board

Ist die richtige Übungsstelle gefunden, kann der Beachstart geübt werden. Doch direkt aufs Board hüpfen, führt natürlich nicht zum Erfolg. Schon bevor der Surfer mit beiden Beinen auf dem Brett steht, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Das Segel muss genügend Wind aufnehmen, weshalb der Gabelbaum mit beiden Händen festgehalten wird.
  • Bevor der Surfer auf das Brett aufsteigen kann, muss das Segel auf Raumwind- oder Halbwindkurs gedreht werden.
  • Das Segel nun ausbalancieren, wobei beide Arme durchgestreckt werden sollten.
  • Der hintere Arm behält die Kontrolle über den Segelzug.
  • Ein Dichtholen des Segels bewirkt, dass sich ein stärkerer Zug entwickelt, sodass der Aufstieg auf das Board leichter fällt.
  • Sobald das Segel korrekt steht, gehört der Fuß aufs Board. Eine Positionierung in der Mitte des Boards, ungefähr einen Meter hinterm Mastfuß, ist ideal.
  • Das Segel gleichzeitig ganz nah an den Körper ziehen. Dabei darauf achten, dass das Board seinen Kurs beibehält.
Wind für den Beachstart

Das Segel sollte möglichst viel Wind auffangen.

Damit sind die perfekten Voraussetzungen für den Lift erfolgt. Noch steht allerdings nur ein Bein auf dem Board – die halbe Miete ist also getan. Die zweite Hälfte folgt jetzt.

So gelingt der Beachstart bestimmt

Damit der Beachstart gelingt, muss nun natürlich der sogenannte Lift erfolgen. Dabei ist der Zug des Segels dem Surfer behilflich – ohne aktiv aufs Board zu steigen, passiert jedoch überhaupt nichts:

  • Mit der Segelhand wird das Segel dicht an den Körper herangezogen. Der Segelzug verstärkt sich somit und unterstützt den Surfer bei seinem Beachstart.
  • Nun folgt der zweite Schritt aufs Board.
  • Sobald der Surfer auf dem Board steht, bewegt sich das Brett vorwärts.
  • Jetzt ganz wichtig: Das Körpergewicht aktiv verlagern, um das Board besser kontrollieren zu können.
  • Nun muss das Segel mit der hinteren Hand geöffnet werden. So kann Druck abgelassen werden – passiert das nicht, ist der Segelzug so stark, dass der Surfer einfach über das Board hinweg gezogen wird und garantiert im Wasser landet.

Sobald all diese Schritte abgeschlossen sind und der Segeldruck unter Kontrolle gebracht wurde, kann der wilde Ritt über das Wasser losgehen. Auch, wenn die Instruktionsabfolge relativ lang aussieht, ist der Beachstart schnell erlernt. Es braucht nur ein wenig Übung – und schon sieht der Lift aus, wie beim Profi.