Bei zunehmenden Wind ist deutlich mehr Druck im Segel zu spüren – und das sorgt für eine höhere Geschwindigkeit. Die Gleitschwelle bezeichnet dabei den Punkt, an dem das Board von einer Verdrängerfahrt zu einer Gleitfahrt übergeht. Das erklärte Ziel für alle, die gerne besonders schnell unterwegs sind. Damit es dazu kommt, sind ein paar Voraussetzungen zu schaffen und Begriffe zu klären – so erfolgt die Gleitfahrt nicht nur zufällig, sondern ganz bewusst.

Angleiten beschreibt den „Wechsel“ von Verdränger- zur Gleitfahrt, bei dem nur noch ein Teil des Boards mit dem Wasser in Berührung ist und die Geschwindigkeit so deutlich zunimmt – einfach, weil weniger Reibung zwischen Wasser und Surfboard entsteht.

Wir merken uns also:

  • Die Geschwindigkeit muss hoch sein.
  • Der Winkel muss flach sein.
  • Zusätzlich sollten die Boardbelastung und der Wind möglichst gleich stark bleiben, um die Gleitfahrt nicht vorzeitig zu stoppen.

Das sind also die Grundvoraussetzungen, die für das Angleiten notwendig sind. Zusätzlich ist die Nutzung eines Trapez und der Fußschlaufen erforderlich, da die obigen Punkte sonst nicht eingehalten werden können. Nur so lässt sich richtig und über einen längeren Zeitraum hinweg mit möglichst viel Speed gleiten.

Tipps fürs Angleiten

Das Gleitgefühl dürfte so gut wie jedem Surfer bekannt sein. Doch jetzt geht es darum, diesen Zustand bewusst herbeizuführen. Wir wissen: Damit das Board möglichst reibungslos gleiten kann, muss eine hohe Geschwindigkeit bei einem flachen Anstellwinkel erreicht werden – wie man das schafft? Ganz einfach:

  • Ein leichtes Abfallen auf Raumschotkurs erhöht die Geschwindigkeit sofort.
  • Wird das Gewicht zum Mastfuß hin verlagert, kann die Boardunterseite in einen sehr flachen Winkel zum Wasser ausgerichtet werden.
  • Sofern eher seichte Windverhältnisse vorherrschen, kann ein kräftiges Segelpumpen hilfreich sein. Damit lässt sich die Gleitschwelle im entscheidenden Moment überwinden.
  • Die Fußschlaufen und das Trapez sorgen dafür, dass sich das Material wunderbar kontrollieren lässt, sodass der Surfer ohne großen Kraftaufwand gleiten kann.

Eine solche Gleitfahrt ist natürlich der Höhepunkt beim Surfen. Je besser die Tipps für das aktive Angleiten umgesetzt werden können, desto schneller kommt man mit seinem Board in diesen Genuss. Wie immer gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, deshalb hilft nur üben, üben und noch mal üben – die Gleitfahrt ist nur wenige Handgriffe entfernt.